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Sozialisierung nach PuppyCulture

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Sozialisierung
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Die Sozialisierung eines Welpen ist absolut entscheidend für seine Entwicklung zu einem sicheren, sozial verträglichen und gut angepassten Hund. Eine durchdachte Sozialisierung in den ersten Lebenswochen legt den Grundstein für das spätere Verhalten und prägt laut aktueller Forschung letztlich nicht unerheblich die Persönlichkeit des Hundes. Idealerweise wird diese Phase bis zur 16.ten Woche optimal begleitet und hört nicht beim Züchter auf. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass das spätere Umfeld im neuen Zuhause ebenso eine absolut relevante Rolle im Sozialisierungsprozess einnimmt.

Die Sozialisierungphase ist äußerst wichtig, sie beginnt natürlich bei dem Züchter, aber sie hört hier nicht auf. Es ist enorm relevant, an der sehr gut gelegten Basis anzuknüpfen und entsprechend weiter zu machen. Von mir gibt es hierfür einen konkreten Plan an die Hand und auf Wunsch auch die Empfehlung eines positiv arbeitenden Hundetrainers, im Umfeld von dem neuen Zuhause.

Ein Collie gilt im Allgemeinen als leichtführig und gut trainierbar, intelligent und lernfreudig sowie absolut am Halter orientiert. Ich kann das anhand meiner Erfahrung nur bestätigen und bin positiv gestimmt, dass man mit dem richtigen Fokus bei der Prägung und der (positiven!) Erziehung einen tollen und dazu noch gut erzogenen Begleiter an seine Seite bekommt. Die Sozialisierung bei dem Züchter bildet hier den essenziellen Grundstein, ich betrachte sie aus voller Überzeugung als einen full time job, den ich nur zu gerne übernehme.


Was versteht man unter der Sozialisierung?

Der Begriff der Sozialisierung umfasst im Allgemeinen die kontrollierte, positive Gewöhnung an verschiedene:

  • Menschen (Alter, Aussehen, Verhalten)

  • Hunde und andere Tiere

  • Umgebungen (Stadt, Land, Auto, Tierarzt, Straßenverkehr)

  • Geräusche (Staubsauger, Knallen, Alltagsgeräusche, Feuerwerk)

  • Oberflächen (Fliesen, Gras, Metallgitter)

  • Reize (Berührungen, optische Reize, Bewegungen)

 

Was hat es mit PuppyCulture auf sich?

Ich sozialisiere aus voller Überzeugung nach dem Puppy Culture Programm und befolge vollständig das gesamte Protokoll bis zur 8ten Woche. Puppy Culture ist ein strukturierter Leitfaden und Trainingsprogramm, das von Züchterin und Tierärztin Jane Killion aus den USA entwickelt wurde. Es richtet sich vor allem an Züchter, aber auch an Welpeneltern, und begleitet die Sozialisierung ab dem 3. Tag bis zur 12. Woche. Das Programm beinhalten unter anderem die neurologische Stimulation (ENS) ab dem 3. Tag, entwicklungsgerechtes, gezieltes Training (Reizgewöhnung, Leinenführigkeit, Rückruf, Impulskontrolle, Manding, Ressourcenmanagement, usw.), gezielte positive Prägung auf Umweltreize, umfassendes Frustrationstoleranz-Training, Angstprävention und Steigerung der Resilienz durch tägliche kontrollierte Herausforderungen. Die Babys werden hier nicht einfach nur in eine Umgebung mit vielen Reizen gesetzt, sie werden altersgerecht trainiert, für jeden Entwicklungsabschnitt gibt es ein entsprechendes Programm. PuppyCulture berücksichtig jede Entwicklungs- und jede Angstphase der Welpen. Es macht dabei beispielsweise einen großen Unterschied, wann man die Geräuschedesensibilisierung durchführt. Richtig angesetzt bekommt man angstfreie Welpen, zur falschen Zeit vorgestellt werden die Babys sich vor den Geräuschen fürchten, statt sie als generalisiert bekannt abzuspeichern, usw. Es reicht wissenschaftlich betrachtet nicht, die Welpen verschiedenen Reizen und Umgebungen auszusetzen, man muss die richtigen Reize zur richtigen Zeit setzen. Die täglichen altersgerechten Herausforderungen festigen dabei stetig die Resilienz und Frustrationstoleranz, das Manding bringt den Welpen schon früh bei, sich zurücknehmen zu können und es gibt noch unendlich mehr. Ich bin absolut begeistert davon und selbst sehr froh, nun endlich ein derart sozialisiertes Baby bekommen zu haben. :-)

Ziel sind absolut wesensfeste, resiliente, stressresistente, ruhige und souveräne Hunde. PuppyCulture gibt es in dieser Form seit über 15 Jahren, es ist bewährt und es funktioniert absolut hervorragend.  

Was sind die Vorteile von Puppy Culture? 

  • Wissenschaftlich fundiert

  • Strukturiert und altersgerecht

  • Fördert Resilienz, Kooperationsverhalten, Selbstkontrolle

  • Unterstützt die spätere Erziehung enorm

  • Gut dokumentiert und sehr weit verbreitet (USA)

  • Ich kenne absolut nichts besseres :-)

Was sind die Nachteile von Puppy Culture - warum macht es nicht jeder?

PuppyCulture ist unfassbar arbeits- und zeitintensiv für den Züchter. Es gibt ein konkretes Protokoll, was täglich geführt wird und neben den täglichen Chellenges und Gruppenübungen, neuen Reizen, Umgebungen usw., beinhaltet es immer mehrere Einzeltrainings / Beschäftigungen, mit 5 bis 15 Minuten Dauer, je nach Alter, bis zu drei Mal täglich. Wenn man das bei 8 Welpen mal eben ausmultipliziert, zusätzlich zu den sonstigen Sachen, die so anfallen, stellt man fest, eine nebenberufliche Aufgabe ist es nicht gerade. Es ist ein absoluter full time job, der sich aber ebenso absolut lohnt. Die spielerisch durchgeführten Einzeltrainings führen ganz nebenbei auch dazu, dass der Welpe lernt, getrennt vom Rudel zu sein. Die Babys haben wesentlich weniger Anlaufschwierigkeiten mit Alleinsein, die meisten machen es im neuen Zuhause von Angang an (behutsam umgesetzt) problemlos mit. Auch prägt jeder Welpe sich nochmal ganz anders auf den Menschen, wenn man ihm die Möglichkeit gibt, mal Alleinzeit ohne Geschwister mit der Bezugsperson zu verbringen. Alle Welpen haben eine große Freude dabei und nebenbei nehmen sie ohne Ende viel mit.


Die beste Art, Welpen zu sozialisieren, ist einfach frühzeitig, positiv, strukturiert und individuell angepasst. Puppy Culture ist ein ausgezeichnetes Programm und absolut effektiv. Die durchweg positiven Rückmeldungen unserer Welpenfamilien bestätigen den geschlossen positiven Outcome, worüber wir uns wirklich sehr freuen. 

Wie sieht die Aufzucht denn konkret aus?

  • Die Welpen werden selbstverständlich im Haus und mit vollem Familienanschluss aufgezogen.

  • Die Wurfkiste steht im Wohnzimmer, ich schlafe die gesamte Zeit bis zum Auszug daneben, bis auf zwei Mal 30 Minuten am Tag, sind wir 24/7 bei den Welpen.

  • Der gesicherte Bereich für die Welpen wird mit zunehmenden Alter immer weiter vergrößert.

  • Wir haben aufgrund wissenschaftlicher Empfehlungen kein Welpenzimmer, unsere Babys bleiben im Wohnzimmer, mitten in der Familie, mit zunehmendem Alter kommen weitere Bereiche dazu, ebenso durchgehender Gartenzugang.

  • Selbstverständlich gibt es altersspezifisch verschiedene Spielsachen, Untergründe und Geräusche, die ohne Ausnahme täglich gewechselt werden.

  • Es gibt wie erwähnt einen direkten Zugang zum Garten, der durchgehend offen steht sowie überdachte und geschützte Außenbereiche, mit verschiedenen Spielmöglichkeiten, bei den Gartengängen werden die Babys durchgehend begleitet.

  • Alle Welpen durchlaufen von kleinauf bis zur Abgabe das Puppy Culture Programm mit frühzeitiger neurologischer Stimulation ("Super Dog" Program).

  • Die Welpen lernen von klein auf kleine Kinder, Senioren, Kinderwägen, Rollatoren, fremde Hunde und Nutztiere kennen. Bei unserem A-Wurf haben wir auf Wunsch der Welpenfamilie auch eine Katze gezaubert. :-)

  • Ich lege sehr großen Wert auf frühzeitige Geräuschedesensibilisierung. Sofern das im neuen Zuhause weiter fortgeführt und positiv bestärkt wird, erhoffe ich mir entsprechend aktueller wissenschaftlicher Datenlage eine lebenslange Angstfreiheit für die Hunde bei Silvester, Gewitter und Co.

  • Meine Welpen werden mit sehr langsamen Steigerungen auf das Autofahren positiv konditioniert, damit nicht die erste Autofahrt zum Tierarzt führt und die Zweite weg von der Mama.

  • Es gibt vor der Abgabe ausschließlich positive Erlebnisse in der Tierarztpraxis, wo nur Leckerlis abgeholt werden. Dazu plane ich extra Besuche ein. Zum Impfen und Chippen kommt unser Tierarzt nach Hause, damit die Welpen nicht negativ auf den Besuch in einer Tierarztpraxis konditioniert werden.

  • Die Welpen werden so gut wie möglich zur Reinlichkeit erzogen, bekommen von klein auf eine Toilette und werden regelmäßig zum Geschäft machen rausgesetzt. Bei unserem A-Wurf sind die Babys mit 8 Wochen nahezu vollständig stubenrein ausgezogen.

  • Ich arbeite ausschließlich nach dem Prinzip der positiven Konditionierung und hoffe sehr, dass es auch im neuen Zuhause fortgeführt wird. Es gibt bei mir keine Strafen und kein Schimpfen und damit komme ich bisher ohne Ausnahme zu jedem Ziel.  

  • Bei der Aufzucht achte ich bei der Fütterung sehr auf den Aufbau eines resistenten Mikrobioms, damit entsprechend aktuellem wissenschaftlichen Stand sowohl das Immunsystem als auch die Robustheit des Magen-Darmtrakts bestmöglich beeinflusst wird.

  • Meine Welpen kennen bei der Abgabe Barf, gekochtes Essen, Nassfutter und Trockenfutter.

  • Die Abgabe der Welpen erfolgt entsprechend aktueller wissenschaftlicher Empfehlungen mit 8 bis 10 Wochen, hier mache ich einen Unterschied, ob der Welpe zu Ersthundebesitzern geht oder nicht. Wenn ein Ersthundebesitzer sich schon sehr viel mit allem beschäftigt hat und sich das wünscht und zutraut, dann kann er den Welpen ebenfalls mit 8 Wochen abholen. Laut neuster Forschung ist es entgegen anderen Meinungen das beste Alter für die Abgabe, sofern die Welpen bis zur mindestens 12.ten Woche weiterhin gut sozialisiert werden. Traut man sich das als Ersthundebesitzer nicht zu, behalte ich den Welpen zwei Wochen länger, wo ich ganz intensiv spezielle Sachen durchgehe, die das Hundekind auch später erwarten (Altersheim, Bahnfahren, Schule, Operngesang - was auch immer:-).

Noch Fragen? Dann gerne her damit. :-) 

KONTAKT

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Unsere gesamte Freizeit verbringen wir am liebsten draußen in der Natur. Wenn Du uns also mal telefonisch nicht erreichen kannst, schreib uns doch sehr gerne eine EMail oder nutz das Kontaktformular. Sehr gerne rufen wir Dich zurück, wenn Du magst, oder Du kommst hier direkt mal auf einen Kaffee vorbei oder nimmst an einer unserer Colliewanderungen teil.

So oder so, wir freuen uns auf Dich!

Anna mit Sansa :-)

Email: info@nordic-lassies.de

Telefonnummer: 040 - 611 64 399

Nordic Lassies Sansa
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